Werftaufenthalt seit 15.06.2026,              das Ende ist aus technischen Gründen noch unbestimmt.

Unser Museumsschiff WILLI hat strukturelle Schwierigkeiten, der Boden von 1961 hat das Ende seiner Lebenszeit definitiv erreicht. Seit 2004 war uns bekannt, dass der Schiffsboden grenzwertig ist. Der Schiffsboden wurde in den vergangenen 22 Jahren periodisch gemessen und geprüft, letztmals 2023, in diesem Zeitraum war der Zustand gleichbleibend. Offensichtlich haben in den letzten 3 Jahren die Schäden durch galvanische Korrosion dermassen zugenommen, dass charakteristische Schäden aufgetreten sind: Silbrige Stellen mit kreisrunden, wie mit einem kleinen Bohrer gebohrten Löchern.

 

Kurz zusammengefasst: 

  • WILLI ist derzeit nicht fahrtüchtig, der Boden muss ersetzt werden. 
  • Sämtliche Fahrten und Anlässe für dieses Jahr müssen abgesagt werden. 
  • Die für den 8. August 2026 an Bord von WILLI in Weil am Rhein geplante 22. ordentliche Generalversammlung (GV) über das Vereinsjahr 2025, muss zeitlich und örtlich verschoben werden. Unsere Vereinsmitglieder erhalten zu gegebener Zeit eine Einladung zur 22. GV. 
  • Wir machen weiter und benötigen Helfer zur Demontage der Infrastruktur im Laderaum. 
  • Auch nach dem Einbau des neuen Schiffsbodens brauchen wir Helfer für das Zurückbauen der Infrastruktur. 

 

Für eingeschriebene Vereinsmitglieder gibt es im >Internen Passwort geschützten Bereich< einen Bericht unseres Vereinspräsidenten.
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Der Kastenkühler am Schiffsboden ist nun wieder dicht. Die Hauptmaschine Daimler-Benz OM 355 konnte auf der Helling (im Trockenen) für einen Probelauf gestartet und kurz laufen gelassen werden.

Am Freitag, 3. Juli 2026 wurde WILLI auf den Hellingwagen ins Wasser gelassen. Da dabei Wasser ins Magazin und in den Laderaum eindrang musste diese Einwasserung abgebrochen und WILLI wieder an Land gezogen werden.

Die feststellbaren Löcher im Schiffsboden wurden von der Werft abgedichtet und WILLI danach wieder ins Wasser gelassen. Es drang erneut Wasser in den Laderaum ein. Wo genau das Wasser eindringt, konnte nicht festgestellt werden. Die anschliessende Besprechung mit den Verantwortlichen der Erlenbacher Schiffswerft ergab, dass der Schiffsboden von WILLI durch Flicken von einzelnen Löchern nicht dicht zu bekommen ist. Der geschweisste Schiffsboden von 1961 ist irreparabel und muss ab der Vorderkante des Kastenkühlers bis zum Kopf in 2 Etappen vollständig ersetzt werden. Das heisst, die ganze eingebaute Infrastruktur (inkl. die Flurplatten im Bugstrahlerraum und die Straudielen im Laderaum) muss ausgebaut und umgelagert werden.

 

Um die Hellingwagen für andere Schiffe frei zu machen und um Platz zu schaffen, wurde WILLI ein Stück mainabwärts verholt, zwischen die Kranschienen wieder auf die Helling gezogen und auf Pallen (Stützen) gesetzt.


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Einzelheiten zu den Ereignissen vom 3. Juli bis 15. Juni 2026


Bemerkung: Die chronologische Reihenfolge wurde ganz bewusst umgedreht. Die ältesten Beiträge und Fotos sind zu unterst, die neusten zu oberst. Damit müssen unsere Vereinsmitglieder und die Besucher unserer Website nicht jedes Mal durch alle bisherigen, bereits gelesenen bzw. angeschauten Beiträge hindurch bis ganz nach unten scrollen, um zu den neusten Beiträgen und Bildern zu kommen.


Der Kastenkühler wurde abgedrückt, er ist dicht. Auf dem oberen Blech des Kastenkühlers wurde ein Anschluss für ein Standrohr zum Auffüllen sowie zum Leerpumpen des Kastenkühlers eingebaut. Der Kastenkühler von WILLI wurde über das Standrohr und über den Vorlauf zum Kastenkühler im Maschinenraum mit 416 Liter Kühlmittel aufgefüllt.

 


 

Am Dienstag, 30. Juni 2026 wurden am Schiffsboden und damit unten am Kastenkühler neue Bleche eingeschweisst und an den bestehenden Spanten im Kastenkühler angeheftet.

Die bestehende undichte Fettleitung von der Fettpresse im Maschinenraum zum hinteren Wellengleitlager am Ende des Stevenrohrs musste ersetzt werden.


 

Am Mittwoch, 24. Juni 2026 begann die Erlenbacher Schiffswerft mittels Schneidbrenner mit dem Herausbrennen der undicht gewordenen Bodenblechteile unterhalb des Kastenkühlers. Dieser Bodenteil war 2004 aufgedoppelt worden. Unser Vereinsmitglied Uwe M. schob Feuerwache, d.h. er musste aufpassen, dass im Magazin von WILLI (oberhalb des Kastenkühlers) nichts anbrennen und Feuer fangen konnte. Über den grauen Schlauch wurde Frischluft in den Raum über dem Kastenkühler (Magazin) geblasen. Wenn es aufgrund der Schweissarbeiten zu stark qualmte, konnte über diesen Schlauch auch Luft bzw. Rauch abgesaugt werden.

 

Am Mittwoch, 24. Juni 2026, 15:42 Uhr erfolgt eine Warnungsmeldung durch die Alarmanlage ELBRO SMSB482 an Bord von WILLI. Im Magazin betrug die Temperatur 40,7 °C. Grund hierfür ist nicht nur die wetterbedingte Hitzewelle sondern auch die Schweissarbeiten. 


 

Unser Vereinsmitglied Uwe M. lackierte den Kopf von WILLI neu.


 

Der Raum (Magazin) über dem undichten Kastenkühler wurde so weit wie möglich ausgeräumt und die Straudielen auf der Steuerbordseite ausgebaut. Alle beweglichen Materialien und die Straudielen wurden vorübergehend im Laderaum deponiert. 

(Strau: Der Laderaumboden, meistens aus Holz­dielen.)

 

Es wurde festgestellt, dass der Zylinder der Hydrophorpumpe undicht ist, daher die Nässe auf dem intakten und dichten oberen Blech des Kastenkühlers. Die Stopfbuchse dieses Pumpenzylinders konnte nachgezogen und damit abgedichtet werden.

(Ein Hydrophor liefert Druckwasser für die Trinkwasserversorgung an Bord und besteht aus einem Druckbehälter (Hydrophortank) und einer Pumpe, die Trinkwasser aus den Trinkwassertanks in den Druckbehälter pumpt.)

 

Weiter wurde auf der Backbordseite neben Abwasserabflussrohr ein Loch im Schiffsboden entdeckt. Dieser Schiffbodenteil und damit das untere Blech des Kastenkühlers hat mehrere Löcher und muss vollständig ersetzt werden.

Um das bisher unbekannte Volumen des Kastenkühlers berechnen zu können, wurde der Kastenkühler ausgemessen. Er ist 222 cm lang, 426 cm breit und 4,4 cm hoch, was einen Kühlwasserinhalt von 416 Liter ergibt.


 

Die Bordwände, die Kimm, das Ruder, der Tunnel und der Propeller wurden mit der 450 Bar Hochdrucklanze mit Dreckfräse (Rotationsdüse) vom Bewuchs befreit und gründlich gereinigt. Die Leckagestellen (mehrere Löcher) im Kastenkühler wurdeb am Schiffsboden gefunden. Die Bordwände wurden im Bereich der Wasserlinie "schwarz gemacht" (neu gestrichen). Das Ruder und der Tunnel wurden mit Primer grundiert.


Für die Reparatur eines Lecks im Kastenkühler der Hauptmaschine Daimler-Benz OM 355 musste WILLI zur Erlenbacher Schiffswerft geschleppt werden.


Die Schleppboot BAYERN 2 unseres Vereinsmitglieds Karsten St. traf am Montagnachmittag, 15. Juni 2026 im Schutzhafen Erlenbach ein und packte WILLI auf. Danach wurde WILLI längsseits an die SB BAYERN 2 gekoppelt und zur Erlenbacher Schiffswerft gebracht.

Am Dienstag, 16. Juni 2026 wurde WILLI auf die Helling der Erlenbacher Schiffswerft gezogen.